
Ginseng
Der koreanische Ginseng wird seit dem 2.Jahrhundert n. Chr. in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Die Ginsengwurzel wird auch als "Kraftwurzel" bezeichnet und ist eines der ältesten Heilmittel in Ostasien.
Die Wirkstoffe des Ginseng heißen Ginsenoside. Ginseng ist ein sogenanntes Adaptogen, d.h. ein Wirkstoff, der die Anpassungsfähigkeit des Organismus an unterschiedliche äußere und innere Störungen verbessern kann.
Ginseng wirkt mild stimulierend in belastenden Situationen (Stress), unterstützt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, und verkürzt die notwendige Erholungszeit nach der Arbeit. Er steigert die Konzentration und verbessert die Vitalität und das Allgemeinbefinden. Ginseng wird angewendet als Kräftigungs- und Stärkungsmittel, bei Müdigkeits- und Schwächegefühlen, sowie bei nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.
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Wissenswertes über Ginseng
Der Ginseng (wissenschaftlicher Name Panax Ginseng C. A. Meyer) ist auch bekannt als Gilgen, Samwurzel, Allheilkraut oder Kraftwurz. Der Name Panax bedeutet "Allheilmittel" und ist benannt nach Panakeia, einer Tochter des griechischen Gottes für Heilkunst.
Die Ginseng-Pflanze
Die mehrjährige Staudenpflanze aus der Familie der Efeugewächse stammt ursprünglich aus den Gebirgs- und Waldregionen Ostasiens, der Mandschurei und Nordkoreas. Ginseng wird heute hauptsächlich in Südkorea, aber auch Japan und Nordostchina angebaut. Da Ginseng ausschließlich nur im Halbschatten gedeiht, müssen die Pflanzen künstlich beschattet werden.
Der Ginseng wird bis zu 80cm hoch, die langstieligen Blätter sind fünffach gefingert. Die kleinen weißlich-grünen Blüten bilden eine Dolde. Die sich später daraus entwickelnde scharlachrote Beere enthält 2 Samen. Bis die neue - an eine menschliche Gestalt erinnernde - Ginseng-Wurzel geerntet werden kann, ist viel Geduld erforderlich. Es vergehen 4-7 Jahre, bis sie zwischen 10 und 20 cm lang und ca. 2 cm dick ist. Wilder Ginseng ist am begehrtesten, weil ihm die größte Heilkraft nachgesagt wird. Ginseng-Wurzeln, die 10 Jahre und älter sind, erzielen stolze Preise - je älter der Ginseng, desto besser.
Ginseng und seine Verwendung
Zu pharmazeutischen Zwecken wird nur die Wurzel des Ginseng verwendet, je nach Verarbeitung unterscheidet man 2 Sorten:
Der rote Ginseng:
Nach der Ernte wird die frische Ginseng-Wurzel einige Stunden lang mit Wasserdampf behandelt und anschließend getrocknet. Die Herstellung von rotem Ginseng begann um 1080 in Korea, diese Methode zur leichten Lagerung und Verarbeitung hat sich bis heute gehalten.
Der weiße Ginseng:
Die Ginseng-Wurzel wird nach der Ernte geschält, mit Schwefeldioxid gebleicht, und danach getrocknet.
Aus pharmakologischer Sicht besteht kein qualitativer Unterschied zwischen rotem und weißem Ginseng.
Wirkungsweise des Ginseng
In der chinesischen Medizin ist Ginseng bereits seit Jahrtausenden bekannt, die Anwendung soll die Anpassungsfähigkeit und die Abwehrkräfte des Körpers verbessern. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit soll durch Ginseng gesteigert werden. Weiters soll Ginseng den Blutzucker senken und die Blutgerinnung hemmen.
Ginseng wird nicht nur als Nahrungsergänzungsmittel (Vivid 24, Ginseng Lecithin Tonikum) eingesetzt, sondern auch als Lebensmittel, allen voran Ginseng-Tee und Ginseng-Schnaps. Noch neu ist Ginseng-Kaffee, wobei das Koffein die Wirkung des Ginseng neutralisiert.
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